Archiv der Kategorie 'Reviews'

Andre Giese » ein “Scheiss”-Bassist?

am 12. März 2010 unter Bassisten, Reviews | abgelegt

Blogger-Regel I: Provozieren!
Nun aber schnell, bevor der Anwalt um die Ecke schielt: Natürlich ist “Gigi” nicht Scheiße, sondern Hasenscheisse. Hasenscheisse? Ja, die Band aus Berlin, ist nur den Wenigstens bekannt, dabei haben sie immerhin schon das zweite Album veröffentlicht.

Andre Giese (33), der seit dem zweiten Album der Band mit dabei, weiss wirklich zu überzeugen, den die Basslinien sind weit von “stumpf” entfernt, sondern wirklich kreativ. Einen Besuch auf der MySpace-Seite des Bassisten, Gitarristen und Komponisten kann ich nur empfehlen, denn was man da auf die Ohren bekommt, ist so völlig anders, als der spassige Hasenscheisse-Sound, denn er scheint eine besonderen Faible für Tango, Klezmer und orientalische Sounds zu haben. Sounds generell sind eh das Leben des Studenten der Audiokommunikationen.

Weitere Infos unter:

Und noch ein paar Wort zu “Für ein Hand voll Köttel”

Nach dem Debütwerk “Für eine Hand voll Köttel” erschien “Für ein paar Köttel mehr“. Stylitisch liegt Hasenscheisse irgendwo zwischen LARP-geeigneten Barden-Liedern und deutschen Liedermachern.
Gänzlich sinnbefreite Texte und eine bewusst amateuerhafte CD-Produktion mit Timingfehlern und ellenlangen Outtakes, täuschen aber schnell über das musikalische Niveau hinweg. Kaum ein Song kommt ohne Timing-, Rythmus- und Tonart-Wechsel aus. So schafft des der Song “Himmel und Hölle” auf immerhin drei Taktwechsel innerhalb von 8 Takten, das ist schon schwer genug. Wer mal versucht die Stücke nachzuspielen, wird meistens schon am extrem verschachtelten Text wenn nicht an der Berliner Schnauze scheitern. Wenigstens stellt die Band viele Texte und Akkorde auf der Homepage bereit.


Related posts

Native Instruments Guitar Rig Mobile

am 03. Juni 2009 unter Reviews | abgelegt
Als Software-Lösung ist Guitar Rig schon lange ein Begriff, ermöglicht es doch den Zugriff auf dutzende wirklich realistisch-klingende Effekt-,Lautsprecher- und Amp-Kombinationen mit nur wenigen Klicks.

Was bislang immernoch fehlte war aber der hauseigene Analog-Digital-Wandler, den strengenommen ist eine externe Soundkarte ja nichts anderes.

guitar-rig-mobileWas sich im ersten Moment anhört, wie eine Version, die wirklich mobil macht, ist leider nichts anderes als der bspw. von Behringer bekannte UCG 102 Guitar Link - nur zum doppelten Preis (~ 100 €). Das Guitar Rig Mobile liefert dazu eine LE (Light Edition) der eigenen Amp-Modelling Software Guitar Rig 3 mit. Light Edition heisst in diesem Fall konkret, dass lediglich zwei Gitarren-Amps (Marshall JCM800 Lead & Fender Twin Reverb) und ein Bass-Amp (entspricht Ampeg VT-40), sowie zwölf Effektgeräte zu nutzen sind. Da andere I/O-Geräte ähnliches aber auch mitliefern, kaum ein Argument. Davon ab gibt es keine günstiger Stand-alone-Version ohne die Software.

Meiner Meinung nach hat Native Instruments hier nicht wirklich den großen Wurf geleistet, denn schon zu viele andere tummeln sich auf diesem Gebiet. Eine vorprogrammierbare Version wäre ein Knaller gewesen, aber so kann man leider nicht auf den PC oder Laptop verzichten, schade!

Als Alternative schlage bspw. vor:
Behringer UCG 102 Guitar Link (inkl. Guitar Rig 2 LE)
M-Audio Jamlab
IK-Multimedia StealthPlug


Gleich zur Bass-Demo im Video springen! (2 Min 39)

Related posts

Tata – der HBB Fretless ist da!

am 17. Juli 2008 unter News, Reviews | abgelegt

Gestern ist er angekommen, leider hatte ich kaum Zeit mich schon mit dem Fretless zu beschäftigen. Aber auf die Schnelle ist mir aufgefallen, dass der Sound wirklich ordentlich ist. Die Pick-ups stecken meinen Ken-Rose locker in die Tasche, alle Saiten produzieren einen gleichmässigen Pegel. Bundreinheit scheint gegeben zu sein, aber das ist ja immer so eine Sache bei Bundlosen.

Alles super?

Wie gesagt, viel Zeit hatte ich nicht, hab also erstmal die Optik gecheckt und dabei fiel auf, dass das Griffbrett augenscheinlich nach den Bindings eingefärbt wurde, dadurch kann man hier und da leichte Unsauberheiten auf den Bindings erkennen, wirkt etwas ausgefranzt. Aber damit kann ich bei 160€ gut leben. Achja, die Kopfplatte im Pfannenwender-Design ist hässlich.

:)

Naja, ich werde daraus noch nen kompletten Testbericht machen, aber dafür muss ich natürlich etwas mehr Zeit einrechnen!

Related posts

Guitar Rig 3 – Angetestet

am 25. Juni 2008 unter Reviews | abgelegt

Dass Guitar Rig 3 auf für Bassisten eine erstklassige Software ist, hat sich mittlerweile rumgesprochen. Ich selbst bin ja Besitzer der Behringer-Edition von Guitar Rig 2 und hab mir dann irgendwann man die Vollversion ersteigert, um auch in den Genuss des vollen Umfangs zu kommen.

Jetzt ist mittlerweile schon seit einiger Zeit Version 3 auf dem Markt. Ich hab mit nur kurz den Demo gezogen. Und kann auf die Schnelle nur sagen: Die haben was gemacht! Vorallem die leicht kryptische Bedienung ist wesentlich besser geworden. Man muss sich auch nicht mehr mit unmöglichen Presets rumschlagen, sondern stattdessen sind die voreingestellten Modell fast allesamt praxistauglich. Auch die Benennung ist super, keine “Hot Fuzzy Spaced Ultradown Alien-Bass“-Einstellung mehr, sondern ganz klar: “Fingered Bass 1“, “Slap Bass Distortion“, “Picked Bass Oktaver“.

Ob sich der Sound extrem verbessert hat, konnte ich in der kurzen Testzeit leider nicht sagen. Ich denke aber wer mit Guitar Rig 2 schon gut zurechtkommt, wird auf Version 3 erstmal verzichten können, denn der Preis ist ja mit fast 300€ nicht ohne. Gut verglichen mit der Bass-Bohne ist das okay, dafür dass man einen größeren Leistungsumfang hat!

Darüberhinaus gibt es eine verschlankte XE-Version (99€) , die leider ohne Bass-Amps auskommen muss! Das Upgrade von Version 1 oder 2 kostet übrigens dasselbe (99€). Mal schaun, was das Konto so her gibt.

Ein ausführlichen Testbericht über Guitar Rig 3 findet Ihr bei www.musicianslife.de

Related posts

The Bass-Vault: Schatz oder Schmu?

am 16. Mai 2008 unter Reviews | abgelegt

Was machen zwei erfolgreiche Solo-Bassisten, wenn man Ihnen sagt, dass sie mit Ihren Erfahrungen doch Geld machen können? Richtig sie machen daraus ein kostenpflichtiges Portal!

Victor Wooten und Steve Bailey sind wahrlich nicht unbekannt oder arm. Beide haben einen unverwechselbaren Stil entwickelt und wenn wer Victor als Endorser gewinnen kann hat schon mal gute Karten. Natürlich ist es legitim sein Wissen zu Geld zu machen. Aber ob “The Bass-Vault” dazu der richtige Weg ist?

14,95 $ / Monat, das ist schon eine Stange Geld, egal wie der Dollar gerade steht oder nicht. Dafür müssten mir die beiden schon ganz gut was bieten. Leider muss ich erst zahlen und erfahre dann was geboten wird. Davor gibt nicht mehr als eine Übersicht der Navigationselemente und markige Sprüche à la:

“Backstage” – it’s the rage. Funny things happen here…

“On the Bus” – No need to fuss. Funnier things happen here…

“Candid Cam” – Wacth out! This cam is always near. The FUNNIEST things happen here.

“Transcriptions” – Download transcripts of what we play. Can you believe we’re given this stuff.

“Nature Cam” – Fire, Tracking, Debris Hut. This information could save your butt.

Hmm, was interessiert mich davon? Comedy zweier Bassisten? Transkriptionen, die ich eh kaum nachspielen kann oder Vic´s Naturerfahrungen? Eigentlich nichts! Okay, es gibt noch eine Ecke mit “free” downloads.

Moment, doch da ganz unten gibt es einen Blick hinter die Kulissen, ich darf ein Stück von Steves CD hören und ein Kapitel aus Victor´s Buch lesen! Super, was ist das Thema? “Rhythm/Tempo“. Hey klingt gut. 11 Seiten PDF und nicht eine Note, stattdessen muss ich mir anhören, dass Vic wohl an frühmorgenlichem Kopfschmerz leidet, aber was hab ich von dem Esotherik-Fan auch erwartet…

Naja, Victor Wooten´s und Steve Bailey´s The Bass-Vault ist wohl eher was für Enthusiasten, als für jemanden, der mal eben schnuppern möchte.

Und jetzt kommt eure Meinung!

Related posts

DSDS – Rick Roll

am 24. April 2008 unter Kurioses, Reviews | abgelegt

Rick roll bei DSDSIch hatte mir ja fest vorgenommen, nicht über DSDS zu schreiben, aber das ist einfach zu gut!

Jung hätte das ja als Synchronizität bezeichnen. Fady Maalouf, der Mann mit der Begabung jedes Lied zur Schmachtballade zu verhunzen, will am Samstag die ganze Nation “rick-roll”en. Denn neben dem Eric Carmen Klassiker “All By Myself” bringt er doch allen Ernstes Rick Astleys “Never Gonna Give You Up.

Wer hat den armen Kerl beraten? Naja, wenigstens stimmt schon die Frisur…

Tippgeber: Jannikas Welt

Related posts

Ken Rose SJB 300-C in Klausur

am 21. April 2008 unter Reviews | abgelegt

Klassische Fender-Optik und klassischer Fender-Sound stellen für viele Bassisten immer noch das erstrebenswerte Ziel dar. Aber der original Fender Jazz-Bass ist wie eine Harley (Davidson, nicht Benton!): Technisch veraltet & teuer, da großer Name.

Ken Rose SJB 300 CDie Firma Ken Rose, häuptsächlich für erstklassige Mid-Budget Akustikbässe bekannt, präsentiert mit dem SJB 300 C eine Fender-Jazzbass-Kopie im Preissegment der Squier-Bässe. Optik im Lack-Natur mit weissem Schlagbrett, ob nun aus stylistischen oder aus Lizenzgründen wurde auf die Fender-Knöpfe verzichtet, stattdessen gibt es  kühle, aber griffige Chromhardware.

Im Vorfeld des Test habe ich ca. 20 Jazzbass-Kopien von Collins & Co. über Squier bis zu Sandberg angespielt. Klanglich von dünn bis genial, findet man das echte Knurren doch nur beim USA-Fender. Unter dieser Vorgabe überzeugt der Ken Rose aber durch eine wirklich amtlichen Sound. Vom eigenen, tiefen Knurren bis zu brillianten Solo-Sounds. Dass hier natrülich eine vernüftige Anlage und erfahrene Finger Vorteile haben, ist klar.

Die Haptik der Fender-Kopie liegt irgendwo zwischen Jazzbass und Precision, was ich als sehr angenehm empfinde, gerade für prägnante Rocklines ist das etwas Mehr wirklich passend.

Eitel Sonnenschein / 100%-Wertung?

Nein, leider nicht. Zumindest mein Modell zeigt in zwei Punkten Zeichen der günstigen Verarbeitung. Am oberen Horn zeigt sich unter dem Klarlack ein recht hässlicher Fehler in der Masserung (~ 0,5 cm²), darünerhinaus sind die Gurtpins zu groß vorgebohrt worden, so dass sich diese schnell lösen. Beides lösbare bzw. in diesem Preissegment zu erwartende Probleme, aber ärgerlich.

Die, von anderen Testern erkannte, leichte Schwäche in der Brillanz des Bridge-PUs, muss ich zwar bestätigen, wobei diese erst bei älteren Saiten durchkommt. Mit einem neuen 35er-Satz ist davon nichts zu bemerken.

Das soll reichen , um die individuellen Punkte den Ken Rose SJB 300-C herauszustellen, denn in der schlichten Passiv-Elektronik und der klassischen Fender-Hardware entspricht er doch all den anderen Jazzbass-Kopien.

Fazit

Amtlicher Sound und unverwüstliches Design gepaart mit tollem Spielgefühl zum einsteigerfreundlichem Preis (~ 300€). dafür muss man ein, zwei Kleinigkeiten in Kauf nehmen. Beim Ken Rose 300 SJB stimmt definitiv die Preisleistung – ein Top-Bass im unteren Preissegment.

Related posts

Happy Birthday – nachträglich – Der Hattler

am 14. April 2008 unter News, Reviews | abgelegt

Brille, Plektrum, weisse Bässe und mittlerweile 56 Jahre alt? Na? Genau der Herr Hattler! Da wollen wir doch auch nochmal gratulieren! Hat sich doch viel getan seit Kraan !

Okay, Claus (Fischer) hattler auch Geburtstag und das sogar einen Tag früher, aber der Basser zwischen Raab und Engelke kann ja mit seinen gerade mal 43 Lenzen vielleicht Helmut den Vortritt lassen :)

Related posts

Testbericht: Fender American Precision Bass – Teil 3

am 20. März 2008 unter Reviews | abgelegt

So nun dritten und letzten Teil von Tooltimers großem Fender American Precision”-Review. Er kommt heute zum Ende, ich will nicht sagen endlich. Mal schaun wie sein persönliches Fazit ausfällt…


Sound:

Natürlich ist der Sound wie auch die Optik und selbst die Bespielbarkeit sehr subjektiv, dennoch glaube ich, nach dem Bespannen des Precis mit Daddario XL Chrome Flatwounds „meinen“ Sound gefunden zu haben.
Damit will ich nicht sagen, dass dieser Sound sehr extraordinär ist, sondern nur, dass er mir am besten gefällt und ich mit diesem Sound am liebsten Musik mache.
Viele Mojo-Fanatiker, die einen Fender Bass aus den 50ern, 60ern und 70ern besitzen, schreien beim Gedanken an einen Graphit-verstärkten Hals sicher förmlich auf, allerdings muss ich sagen, dass dieser seine eigentliche Aufgabe, die Stabilisierung, sehr gut erfüllt, sich allerdings höchstens im extremsten Nuancen-Bereich auf den Sound auswirkt.
Ich kann euch also beruhigen: Durch diese Graphit-Streifen wird der Precision Bass nicht zum 7-saitigen Modulus headless Bass mit 21 Band-Elektronik.

…den ganzen Beitrag lesen »

Related posts

Fender American Precision Bass Butterscotch Blonde – Teil 2

am 17. März 2008 unter Reviews | abgelegt

So hier der versprochen Teil Zwei des Fender-Reviews von Tolltimer :) Wer Teil Eins verpasst hat, sollte das fix nachholen! Viel Text aber es lohnt sich!


Verarbeitung, Qualität:

Alle Bestandteile sind sauber, schnurgerade und bombenfest angeschraubt. Der Lack sieht sehr schön aus, ist super gleichmäßig aufgetragen, nirgends sind Rotznasen oder gar Kratzer oder Abplatzer zu sehen. Ein paar Kratzer und Dongs sind mittlerweile drinnen und ich habe das Gefühl, dass der Lack nicht gerade unempfindlich zu sein scheint. Ich gehe wirklich pfleglich mit dem Bass um, dennoch sind Kratzer und Dongs nicht zu vermeiden. Jedoch sind auch die Maserungen der Hölzer sehr schön, keine Astlöcher oder andere Unschönheiten, und sowohl der Lack des Halses (+Griffbretts) als auch der des Korpus’ fühlen sich schön, nicht zu „lackig“ („sticky“) und natürlich an. An einer Stelle haben die Leute von Fender leicht geschlampt, die Halstasche ist auf beiden Seiten einen Tick zu groß, bei einem Instrument dieser Preisklasse geht das auch sauberer. Das beeinflusst jedoch Sound und anderes nicht wirklich, das Problem ist mehr kosmetisch, ich habe mich mit dieser „Lachfalte“ abgefunden!
Dafür sind die Dot-Inlays sehr sauber, ohne Lücken rechts und links und sehr Zentral eingelassen und alle Lötstellen mit höchster Perfektion eingelassen!

…den ganzen Beitrag lesen »

Related posts