Bass-Kugelbox

Andreas Kollar stellt in der Ausgabe 3/2008 des BassProfessors seine bühnentaugliche Bass-Kugelbox vor, hier im Blog gibt es exklusive weitere Infos und Bilder:

Idee und Prototyp

Ziel war es eine leicht zu transportierende Kugelbox mit ausreichender Leistung für Buhnenzwecke zu entwickeln. Die Leistung sollte zumindest die eines Stacks von 4×10“ und 1x 15“ Boxen entsprechen. Die Kugelbox im Kopf entstand durch den Wunsch die störenden Richtwirkung von Boxen zu umgehen. Das kennen alle Instrumentalisten. Nur einen halben Schritt links oder rechts von der Box und schon klingt alles anders..ganz zu schweigen beim Spielen mit einem Sender. Was macht man: Es wird ein Standplatz gesucht an dem es am besten klingt und man redet sich ein die Anderen nehmen das genauso wahr…

Entschieden habe ich mich für einen Dodekaeder (12-flach, 5-Ecke). Lautsprecherchassis von EV, 4×10+1×15, ingesamt echte 1000 W Dauerbelastbarkeit. Der Aufwand für die Bühnenversion war nach unzähligen Zeichnungen, Papiermodellen bis zum Abwinken, Berechnungen und Konzeptionen doch recht hoch. Die handwerklichen Herausforderungen empfand ich nach vielen Erfahrungen im Instrumenten- und Boxenbau doch erheblich, zumal ich die Kugel zerlegbar in drei Teile gestalten wollte. Dann der erste Test mit einem 500 er Trace bzw. SWR SM 900. Der erste Eindruck war ungewöhnlich..zuerst hat man einen indirekten Eindruck wie bei klassischen Instrumenten und dann wie wunderbar man kann „rumlaufen“ es ändert sich nichts am Sound und Lautstärke wird angenehmer empfunden…Wegen der hochbelastbaren EV-Speaker ließ sich die Box nicht in den Verzerrungsbereich bringen, es sei denn die Amps erreichten den Clippinggrenze. Dann auf der Bühne: Man hatte das Gefühl das Ding hebt gleich ab; die Bühne hat regelrecht gebebt und das bei einem tollen Sound. Nachteil: neben meinen Fähigkeiten als Basser war oft (zu oft ? hähä) mein Equipment von größerem Interesse ?

…die fertige bühnentaugliche Version

Zur bühnentaugliche Version

  • Reflexöffnung
  • Öffnung von unterem Lautsprecher zwisch der Grundplatte und der unteren Kugelöffnung mit einer hornartigen Führung.

Klick für Klick zur Box

Der Kugelbox-Erfinder

Andreas Kollar

Ich bezeichne mich oft selbst als „Spinner“ im positiven Sinn. Warum habe ich ein Projekt im BP lanciert: Ich benötige keine Plattform um mich eitel zu produzieren bzw vorzustellen für Produkte, Bands oder Promotion Zwecke. Es geht mir um die Technik und um wirklich innovative Ideen. Mein persönliche Interesse war die Resonanz zu anderen Spinnern zu erhalten mit einem Austausch von Ideen und natürlich für den „Idealismus“. Sicher war ich auch, dass sowas die Leser interessieren würde, weils weder diletantisch noch industrielastig ist. Die vielen Nachfragen haben mich dann dennoch überascht…Nun zu meinen Aktivitäten („Produkte“) und Person im Telegrammstil

  • Seit über 30 Jahren Bassist (nicht Profi, aber mit hohem Anspruch):fusion bis metal, no covers. Das Bild von mir ist ca drei Jahre alt..ich selbst bin Baujahr 1954….oh Gott
  • Tätig als Wissenschaftler u.a. in der Bioakustik in einer Bundeseinrichtung
  • Selbstbau und Entwicklung von Bässen und speziellen Boxen in Profiqualität, Elektronikentwicklungen…..
  • Jetzt mal ganz unbescheiden: Spitzname früher Bass Professor, viele Fragen bei mir um Rat bzgl. Sound und Equipment. (Das klingt natürlich alles sehr platt)

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15 Kommentare zu “Bass-Kugelbox”

  1. Gravatar Bassprofi sagt:

    Super Idee! Solche Boxen hätte ich auch gerne! Kann man diese ausprobieren?

  2. Gravatar TheBass sagt:

    Wieviel wiegt das Teil denn und wie groß ist es ? Ist das wirklich bühnentauglich und wie sieht’s mit dem Transport aus ?

  3. Gravatar BassBlogger sagt:

    Ich leite das mal weiter, dann wird sich sich Andreas dazu äussern.

    P.S.: Werner, nette Page!

  4. Gravatar Andreas sagt:

    Zum Ausprobieren: bei großem Interesse könnte man das im Ausnahmefall privat vereinbaren. Gewicht: puh gewogen hab ichs noch nicht. Die ganze Kugel wird so um 40-50 kg wiegen. Die oberen zwei Teile je ca 15 kg und das große untere ca 25kg. Bei Gelegenheit werde ich die Teile wiegen und hier berichten. Transport ist einfach weil man die Box zerlegen kann. Allerdings muss das nicht sein..geht auch so in einen normalen Kombi. Wie groß: könnt ihr ja abschätzen an den Lautsprecheröffnungen: 25 cm. Das Ding ist wirklich bühnentauglich. Das konnte ich selbst nicht glauben. Sie klingt auch nicht zu indirekt, weil ja nicht alle Flächen einen Lautsprecher haben. Die vier 10er strahlen ja nach oben; der nach unten gerichtete fast wie ein Horn. In Clubs reicht das (ca 200-300 Leute) ohne PA.

  5. Gravatar Andreas sagt:

    Vielen Dank für eure Beiträge die mich auf verschiedenen Wegen erreicht haben. Inzwischen habe ich die Teile gewogen. die o.g. Gewichte stimmen, d.h. je 15 kg die kleinen Teile oben und 25 kg das untere Teil, also insgesamt 55 kg.

  6. Gravatar Bassprofi sagt:

    Hallo Andreas,
    danke für die Möglichkeit, dass ich Dein Biest einfach so ausprobieren konnte. Der Sound, der Raumeffekt mit dieser Power trotz allem mit der Richtung nach vorne ist ja echt der Hammer. Tja, wenn ich im Lotto gewinne oder berühmt bin werde ich auch so ein Teil besitzen. Danke nochmal für Deinen Idealismus.

  7. Gravatar Mad Jazz Morales sagt:

    Moin ausm hohen Norden…
    Bekommt man über diesen Bassblog die Pläne?
    Wenn nicht, kannst du bitte einen Kontakt herstellen?!
    Merci
    MAD JAZZ

  8. Gravatar Mad Jazz Morales sagt:

    Tel: 015772900881

  9. Gravatar Andreas sagt:

    Hallo Mad Jazz,
    Pläne in verwertbarer Form gibt es so nicht bzw. kann ich so nicht zur Verfügung stellen. Das ganze ist mehr handwerklich gelöst worden, d.h. ein Konzept und die praktische Umsetzung Schritt für Schritt…weil ein problem die nachtraglichen Schritte situativ ergeben hat…Du kannst mich auch unter Andukol@gmx.de direkt erreichen…
    Grüße

  10. Gravatar masterbass sagt:

    Tolle Idee. Und eine geniale Umsetzung, denke ich. Das ganze müsste eigentlich auch mit den neuen Neodym-Speakern von (Wie heist der Hersteller für MARKBASS?) funktionieren, was das Gewicht noch etwas nach unten korrigieren würde….

    Danke für diese geniale “Spinnerei”

    Greets
    masterbass

  11. Gravatar Andreas sagt:

    Hallo Masterbass,

    Danke für Deinen Kommentar. Ja, Du hast recht Neodym-Speaker hat ja mittlerweile fast jeder Lautsprecherhersteller. Da wäre noch viel zu optimieren und ich glaube fast, dass die leichten Speaker sich durchsetzen werden…Vieleicht würde die Kugel ja abheben…

    die bässten Grüße, Andreas

  12. Gravatar Nachrichten 1.0 entdecken Web 2.0 « Bass-Blogger sagt:

    [...] Artikel vermutlich schon geschrieben auf Bas(s)is der verschiedenen Seiten, wie meine Leos und die Kugelbox von Andreas Kollar, was ja beides recht wenig mit meinem eigentlich Blogthema zu tun haben. aber seis drum. Dem [...]

  13. Gravatar Basserchef sagt:

    Hey bassprofessor
    gosses Lob fuer diese wahrlich innovative schoepfung!
    An die gedämmte basscommunity, Andreas du bist der wahre bassgott!
    ich habe bereits eins der seltenen Objekte erworben,
    vielen dank, es hat mein leben veraendert!

  14. Gravatar Andreas sagt:

    Also Basserchef übertreib mal nicht und zähl dich nicht zu den Gedämmten (?)

  15. Gravatar Georg M.S. sagt:

    Ich bastele mir gerade auch Dodekaeder.
    Es gibt ja neben deiner Version auch die “Meßlautsprecher und eine Anleitung bei Viaston.
    JEDOCH:
    Du bist der EINZIGE der von Bässen spricht.
    Ich wollte in eine “Kugel” erst 12x Koaxiallautsprecher packen. Dann wäre meine Box wegen des benötigten Boxenvolumens aber riesig geworden. Nun (2010) hatte ich auch die Idee mit dem Tieftonchasis in der Kugel. Da der Schallweg von Vorderseite zur Rückseite außerhalb der Kugel ja nicht allzu lang ist, wird der Baß nicht ausgelöscht?
    Hast Du vielleicht eine akkustische Hörprobe als mp3?

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